Schall und Rauch.

Reggae dröhnt aus den Lautsprechern, als ich die Tür öffne. Ich nehme den besten Tisch. Habe meinen Blick für alle. Heute Abend. Mein Rücken sucht Schutz an der Heizung. Ich warte. Er wird gleich kommen.

Hat er gesagt. Also warten. Weiß nicht wohin mit meinen Augen. Der hinterm Tresen bietet mir etwas an. Ich warte lieber. Er wird gleich kommen. Ich schaue. Ins Leere. Aus dem Fenster an meiner Seite. Suchend. Ein Paar schlendert vorbei. Trotz schlechten Wetters. Merken sie gar nicht.

Es quietscht. Die Tür geht auf. Das.. ist er nicht. Ein Stammgast. Verruchter.Zielstrebig. An die Bar. Der am Tresen weiß, was er braucht. Ohne Worte. Und zapft es. Ein altes Paar. Der Stammgast, nun zu meiner Rechten, checkt mich ab. Ich ignoriere ihn. Und warte.

SMS: 🙂

Ich grinse. Die Tür.. Er? Zwei Frauen in meinem Alter. Zum Tisch vor mir. Vertieft. In ihr Gespräch. Getrennt. Vom Rest. Merken sie gar nicht. Ich nun umzingelt. Von den anderen.

Die Intimität der Anonymität wird mir zu aufdringlich.

Will nicht hören, dass der Freund der einen sich in den besten Freund der anderen verknallt hat. Der ist nämlich bi. Will nicht sehen. Wie der Stammgast zu meiner Rechten sich betrinkt. In der kurzen Zeit. Weil er das sonntags immer so macht.

Mag die Blicke nicht, welche die anderen mir beiläufig zuwerfen. Höre ich ihnen zu oder bin ich weiter mit mir allein?

SMS: 🙂

Noch 10 Min. Warte ich. Frag mich worauf.

Hey Leute. Heiße Matrosin und mein Hobby ist Warten.

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