Auszeit.. Der Clown an diesem Sonntag auf einer Wiese liegend, grasgrün, durchsetzt von dem Rot des Klatschmohns.

Sein heute ungeschminktes Gesicht (denn es ist Sonntag) auf den verschränkten Armen liegend,

sieht & denkt & stöhnt vielleicht manchmal.

Sein Blick in den Himmel zeigt uns:

pompöse Schäfchenwolken, die von feinen Schleierwolken, Pinselstrichen gleich, verfolgt werden.

Mit Freuden verfolgt er den Tanz der Schwalben, die ihm ihre beste Show zeigen.

Künstler. Diese stolzen und turnenden Flieger flüstern ihm was

von Körperbeherrschung, dem Instinkt in ferne Länder zu reisen

und davon, hier immer irgendwo eine Mücke zu finden, die satt macht.

Will ich sie alle zum Lachen bringen? Kann ich das? Raus aus meinem Mikrokosmos?

Es ist Sonntag: hetze nicht durch den Tag. Sieh doch die Vögel, die wissen auch nicht, was der nächste Tag bringt und ernähren sich doch..

Ich könnte Mehlwürmer essen. Gesund, proteinreich, aber nicht vegetarisch. Kommen also nicht in Frage. Schön billig wären sie aber..

Was die Matrosin wohl macht? Schmollt sicher, weil ich mich nicht melde.

Wie meine Rechnungen bezahlen? Der Untermieter will bald raus.

Ich möchte jetzt noch ein Soja-Eis. Und überhaupt, was will ich euch da draußen von mir zeigen?

Seinen nächsten Besuch wird er den russischen Textilarbeiterinnen von Aleksandr Dejneka abstatten. Also verfolgt er die Absicht den Sonntag noch Sonntag sein zu lassen und nicht zu:

Hetzen

Kaufen

Brauchen

Arbeiten- ob geistig oder körperlich- egal

Grübeln

Telefonieren

Da klingelt sein Smartphone.

Es ist die Matrosin.

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