Verlustangst ist ein weites Thema. Viele leiden an ihr. So auch die Matrosin, weshalb sie sich in den Blog zurückgezogen hat, wie wir ja wissen, damit sie hier in der Abgeschiedenheit heilen kann, was ihr einst verloren gegangen ist.

Immer dachte sie, es sei die Angst jemanden zu verlieren, wenn sie diesem ihr Herz schenkt. Und sie glaubte und fühlte es viele Jahre lang. Sie, die keine leichte Trophäe war, wurde immer wieder verlassen. Was ihr großen Schrecken bereitete.

Doch je mehr sie sich traute hinzusehen und je öfter verlorene Lieben ihr Schicksal offenbarten, indem Männer, die sich um ihre Zuneigung bewarben, keinen Hehl daraus machten, wie sie den Handel abwickeln wollten:

„Na, du wirst jetzt einfach in mein Leben integriert.“

Desto klarer wurde ihr, dass ihr das Verlassen-Werden ein geringerer Schrecken ist als die Möglichkeit sich neben ihrer Liebe in Luft aufzulösen.

Sich selbst zu verlieren, um sich dann als integriertes Wesen neben ihrem Partner wiederzufinden ist absolut nichts für die Matrosin.

Sie ist auf dem Weg zu sich selbst und freut sich über einen respektvollen Begleiter, der sie unterstützt und anerkennt, dass sie eigentlich nur sich selbst braucht und den achtsamen Austausch zwischen Mann und Frau.

Doch der hat sie noch nicht gefunden.

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