Category: Fasten



und es gab zum Frühstück Appenzeller aus der Schweiz und gestern, ja gestern schon, ich muss es gestehen, eine gute feine Lammkeule griechischer Art.
Leckerst!

Dieses Fest wird gefeiert mit allem drum und dran.

Doch nächste Woche gehts vegan weiter.

Dank der Fastenzeit habe ich die vegane Ernährungsart für mich entdeckt. So werde ich mich weitestgehend vegan ernähren und ab und zu mal den Sonntagsbraten genießen.

Auch Käse wird die Seltenheit sein. Es ist schön die Besonderheit dieser Lebensmittel für mich wiederentdeckt zu haben.

Der Verzicht hat mich bereichert.

Nun werden der Clown und ich die nächsten zwei Wochen im Osterurlaub sein. Danke für euer Mitlesen und Kommentieren. Ihr habt unsere Fastenzeit gut unterstützt.

Der Clown hat viel über seine Zweifelei gelernt, er kam nur nicht oft zu Wort. Das wird sich in den nächsten Wochen aber ändern.

Euch ein buntes Osterfest!

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Frollein Holles Gothic-Bananenbrot- ein Rezept

mmmh dieses Brot backt der Clown nun schon zum zweiten Mal, hoffe ich kann ihm wieder alles wegessen..so lecker ist dieses süße, fruchtige und vegane Brot. Aber backt es euch besser selbst. Klickt einfach auf das Rezept.

Ich zähle derweil die Stunden bis Ostersonntag. Rückblickend lässt sich festhalten, dass gestern der schwierigste tierfreie Tag für mich war. Und zwar wegen der Vorfreude auf Ostern. Ja, ich habe Eier gekauft und ein wenig Käse. Mein Besuch bringt fürs Osterfest eine leckere Lammkeule mit.

Jetzt nur nicht 2 Tage vor Fastenende schlapp machen und immer schön den Kurs halten.

Frollein Holles Brot wird mir dabei helfen :-).

Vegan Wednesday..


Foto0244Matrosins veganer Frühstücks-Genuss:

warmer Sojaghurt mit gepufftem Amaranth, Erdmandelflocken und gebratener Ananas- versüsst mit ein wenig Stevia-Sirup und etwas Soja-Reismilch.

Dazu gab es den Durchstarter Matcha-Tee, mit ein zwei Spritzern Zitrone und einem Schuss Soja-Reismilch..mmm so kann der Tag beginnen..

Der Clown hat den Stevia-Sirup gekocht..ist er doch ein Süßschnabel und will den Zuckerkonsum reduzieren.

Zum Süßen von Soßen wie z.B.: Bolognese oder anderen Pfannengerichten eignet sich Stevia-Sirup ganz hervorragend, auch zum Süßen von Getränken und Joghurts.

Hier das Rezept für Stevia-Sirup:

Nehme eine gute Hand voll Stevia-Tee tue es in einen Topf und gieße diesen mit so viel Wasser auf, dass die Teeblätter davon bedeckt werden. Kurz aufkochen und 40 Min ohne Deckel auf kleiner Flamme köcheln lassen. Zurück bleibt ein brauner Saft, der in ein sauberes Glas gefüllt, im Kühlschrank aufbewahrt, mehrere Wochen hält. Der Clown findet diesen Sirup viel besser, weil das Herstellungsverfahren natürlich ist. Die Stevia-Produkte im Handel sind größtenteils aufwendig (chemische Aufspaltung) hergestellt, viele enthalten versteckten Zucker in Form von Maltodextrin und sind zudem noch teuer. Im Bioladen wirst du diese Produkte aus diesen Gründen nicht finden, wohl aber den Stevia-Tee.

Der Clown wünscht dir viel Erfolg beim Nachsüßen ;).

Absolut Soulfood: Foto0249

Energiebällchen nach Rezept von Veganolution,

mein Kompliment!

http://veganolution.wordpress.com/?s=energieb%C3%A4llchen

Mittag: Bärlauch, Pilze, Pasta, Basta! Foto0257

Foto0259

Das Krümelmonster wurde tatsächlich auf Diät gesetzt, nicht aber die Matrosin..sie will Keeeekseeee

..natürlich vegan, hier das Rezept:

130 g Dinkelvollkornmehl

eine Handvoll geröstete und gehackte Nüsse (in diesem Fall waren es Walnüsse)

50 ml Öl

50 ml Agavensirup

1 Tl Backpulver

1/2 Tl Natron

etwas Zimt und Kardamom

Wenn der Teig zu trocken ist, gebe noch einen kleinen Schuss Soja-Reismilch hinzu. 10-15 Min in den vorgeheizten Ofen bei 170 ° C schieben und anschließend ausgiebig herumkrümeln..

Foto0260

Spätschicht-Pause-Abendbrot:

Kichererbsen-Tomaten-Pfanne mit Basmatireis..

Reste-Essen vom Vortag..

Das war ein ausführlicher Tagesbericht über das vegane Essen der Matrosin. Wenn du mehr vegane Vielfalt erleben willst oder auch an der Aktion teilnehmen willst, klicke auf die rosa Kochmütze rechts.


Nun, nach mehreren Wochen veganer Ernährung wagt sich die Matrosin in einen noch recht jungen Veganer-Shop in ihrem Viertel. Ja, so etwas gibt es inzwischen. Die vegane Bewegung rollt und rollt.

Faszinierend, was es da alles gibt. Pizzakäse, der eine ähnliche Schmelzeigenschaft wie normaler Käse hat. Gouda-ähnliche Käsescheiben, Tomaten-Basilikum-Käse. Und ja, es schmeckt nach Käse. Es kommt dem abgepackten Scheibenkäse auf jeden Fall nahe.

Wahre Käseliebhaber werden jedoch nichts, aber auch gar nichts, auf ihren Käse aus Milch kommen lassen. Und das mit Recht, findet die Matrosin (sie ist eine Käseliebhaberin). Es gibt eine derartige Vielfalt an Käsesorten z.B.: aus Rohmilch von Kuh-/Ziege- oder Schaf. Neben all den Schimmelkäsesorten und und und.. Da ist die Käsealternative aus dem Veganer-Shop eben noch relativ eindimensional.

Aber ein Anfang ist gemacht. Und man kann diesen Käse tatsächlich essen. Jedoch besteht der vegane Käse vor allem aus Kokosfett und ist nicht bio. Das sind zwei Nachtteile, die der Matrosin so gar nicht schmecken. Sind doch die riesigen konventionellen Kokosplantagen mitschuldig an der Klimaerwärmung und an der Abholzung der Regenwälder. Zudem enthält Kokosfett vor allem gesättigte Fettsäuren, die es in der Regel zu meiden gilt.

Der vegane Käse ist also nichts für den Alltag. Was soll´s. Die Matrosin hat inzwischen festgestellt, dass ihr die selbstgemachten Brotaufstriche eh wesentlich besser schmecken. Die aus Linsen, Kartoffeln, Kürbis und Kürbiskernen. Da bietet sich eine würzige Vielfalt ganz ohne Käse.

Den veganen Käse hat die Matrosin bisher also noch nicht vermisst, vielmehr ein gutes Brotaufstrich-Rezept einer Freundin, die ihr diesen bei einem Ausflug anbot. Dieser Aufstrich war aus Kürbis, Sellerie, ein wenig Wurzel und Kürbiskernen, viel Knoblauch und einigen indischen Gewürzen.

Diesen Brotaufstrich kann die Matrosin gar nicht vergessen und bittet ihre Freundin noch einmal um das Rezept.

Oder hast du da draußen ein Rezept deines veganen Lieblings-Brotaufstrichs, dass du der Matrosin posten magst?


vergessen

so ganz beiläufig

boten sich

cracker mit paprikadip

an

einfach zugegriffen

ohne nachzufragen

die creme fraîche ist

schuldig

erwarte nicht

dass sich dein umfeld

ändert

nur weil du es tust

und vor allem nicht

am bahnhof

einer fremden

stadt

wobei heute:

ganz bestimmt

100.000 veganer

vor

der matrosin

im coffee shop

waren

weil alle diesen durst hatten

auf

soja latte

und ihr diese

vor ihren augen

wegschnappten

autsch


Der Clown fühlt sich winterdepressiv. Der Winter hat all sein Feuer verbraucht. Ohne Licht fällt ihm das Aufstehen morgens noch schwerer als sonst. Selbst für einen Spaziergang muss er sich entweder hinausprügeln oder mit einer Belohnung verlocken. Lange wird er der Dunkelheit nicht mehr strotzen. Er möchte nur noch Schokolade essen (in seine Lieblingshose passt er grad nicht mehr hinein) und sich besaufen. Stattdessen übt er den Sonnengruß.

Wird der Frühling wiederkommen? Dauerts noch lange? Er blickt auf das Grau vor seiner Haustür. Das war der trübste Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnung.

Den Tränen nahe schreibt er:

Wird der Frühling auch wirklich zurückkommen? und schließt verdrossen sein Buch der Zweifel.

Sein Fastenvorhaben sich seiner ständigen Zweifelei zu entsagen, erweist sich als schwierig.

Doch die Kraniche kommen zurück. Das flüstert ihm die Matrosin ganz sanft ins Ohr.

http://www.nabu.de/tiereundpflanzen/voegel/zugvoegel/kraniche/14589.html


Wir beobachten:

Einen großen runden Tisch, an dem einige Freunde sitzen. Die Matrosin bruncht mit ihnen in fröhlicher Stimmung. Sie ist so sehr in ein gutes Gespräch vertieft, dass sie ganz selbstverständlich einen Bissen des vor ihr liegenden Putenbrustfilet-Brötchens nimmt. Putenbrustfilet?

Aaah Schuldgefühle! Wegen Fleischgenuss? Das ist zuviel. Das ist alles nur geträumt. Sie erwacht.

Jeder Ex-Raucher kennt diesen Traum. Es ist ein Zeichen, dass man sich nun endlich von der alten Sucht lossagt. Aus. Schluss. Vorbei. Das gibts nie wieder.

Wenns um Zigaretten geht, ist das für die Matrosin gar keine Frage. Sie ist froh, dass sie diese Dinger schon lange los ist. Aber Schuldgefühle wegen Fleischverzehr?

Nach knapp 2 Wochen ohne scheint ihr das übertrieben.

Die Matrosin hat mit vielem gerechnet, als sie sich im Vorwege Gedanken über ihr veganes Fastenvorhaben machte.

Sie malte sich schmerzhafte Nebenwirkungen aus. Heisses Verlangen auf Butter und Käse oder Eier, dementsprechend vergrätzte Alltagsstimmung und Unzufriedenheit in ihrem Gesicht.

Dazu heimliche, nächtliche Fressattacken in Form von Brie, Gouda und Tilsiter, die ihr vorführen, wie sehr sie sich selbst bescheisst.

Das hat sie erwartet. Doch nein. Still und zugehört:

Matrosins bisherige Nebenwirkungen sind:

gute Laune, mehr Gelassenheit, ein leichteres Körpergefühl, mehr Achtsamkeit,  zudem eine höhere Wertschätzung für sich selbst und unsere Mitgeschöpfe z.B. für Bienen und Mitmenschen.

Und kein Ende in Sicht.

Jetzt beschleicht sie eine andere Angst, nicht zuletzt hervorgerufen durch das intensive Durchleben der Schuldgefühle in ihrem Traum..

Wird sie zur Veganerin? Das hat sie so nicht geplant.

Was will ihr dieser Traum also sagen?

Das vegane Fasten zeigt ihr gerade die genussvolle Seite des Lebens, sie isst und isst und isst sich durch den grauen Alltag und das ohne schlechtes Gewissen.

Alles was sie ist, macht ihr Spaß und sonst nichts.

Sie merkt, was sie alles nicht braucht. Und dass es immer anders geht.

Das ist ziemlich befreiend und macht sie froh.

Zwischenzeiten..


Manchmal ist etwas schon zu ende, aber das Neue ist noch nicht so recht in Sicht.

Der Clown steht an seinem vernebelten Wegesrand, grübelt und späht aus, geht einen Schritt vor und wieder zwei große Schritte zurück. Einen Wegweiser kann er nicht finden.

Was ist richtig für ihn? Was gilt es jetzt zu tun? Er weiss es nicht. Nirgends eine Abbiegung, die ihm gefällt oder schon in Reichweite liegt.

So hält er inne. Macht eine Pause und lässt das Leben seine Pläne für die nächsten Tage machen.

Seltsam je mehr er inne hält, desto umtriebiger werden seine Gedanken. Dem Clown bleibt nichts anderes übrig als auch dieses verzweifelte Liedchen vom richtigen Weg in seinem Büchlein abzulegen. Obs hilft?


Die Matrosin war heute im Hamam. Was sehr schön, weil warm, war und den durch das Fasten angestrebten körperlichen und seelischen Reinigungsprozess gefördert hat.

Im Gegensatz zur Sauna kann man sich im Hamam ausgiebig pflegen, indem man seine Peelings, Haarspülungen und Gesichtsmasken mitbringt und dort verwendet. Nichts leichter als das, wenn man einen feinen Vorrat im Badezimmerschrank weiss.

Die Matrosin griff also nach einer besonderen Lavendel/Orangenblütenhonig-Paste, eine spezielle Pflege fürs Hamam. Aber Honig in der veganen Fastenzeit? Das hatte sie so nicht vor.

Ich werde ihn ja nicht essen oder einkaufen und trage doch auch Schuhe aus Leder. Die Tube ist seit zwei Jahren geöffnet und noch, dank der Konservierungseigenschaften des Honigs haltbar, aber wann werde ich die nächste Gelegenheit für einen Hamam-Besuch haben? Ich weiss es nicht. Und so etwas kostbares aus Bienenhonig und Propolis wegwerfen geht gar nicht.

Also steckte sie die Tube in ihre Tasche und später im Hamam genoss sie diese Pflege ganz besonders. Der Geruch des Honigs war süß duftend und entspannend, die Haut wurde sanft von der warmen Konsistens des fließenden Honigs umhüllt. Doch als der durch die Hitze verflüssigte Honig über ihren Mund floss, schleckte ihre Zunge schnell darüber hinweg. Reflex.

Morgen gehts ganz ohne Honig-Körper-Maske, dafür herrlich entspannt, weiter.

Die Matrosin war sich selten so bewusst wie heute, dass ihr dieser Genuss von vielen fleißigen Arbeiterbienen ermöglicht wird. Sie beschliesst den Bienen und dem Sinn des Verzichts auf Honig, der sich ihr bisher von allen „Veganer-Do Not’s“ am meisten verschließt, nachzugehen.

Vorerst setzt sie ein großes ? hinter den Verzicht auf Honig. Sie isst ihn gewöhnlich sehr selten, so 1-2 Mal im Jahr, aber dennoch, versteht sie nicht genau, was gut daran sein soll, auf ihn zu verzichten.

Gewöhnliche Massentierhaltung stellt die Haltung eines Bienenvolks wohl eher nicht dar.

Aber wie arbeiten Imker eigentlich? Wie kann man im Einklang mit der Natur imkern und wie nicht?

Wisst Ihr vielleicht etwas über die Arbeitsbedingungen von Bienen?


Die Matrosin lebt nun seit 5 Tagen vegan und ist gerade euphorisch. Sie kocht sich durch die Tage, findet sich kreativ und ist mehr als satt und zufrieden von all den genüsslichen Gerichten, die sie ganz schnell und einfach zaubert. Die Formel „ohne ist mehr“ geht hier bisher voll auf. Der Verzicht auf die gewohnten Milchprodukte und Fleisch zwingt sie dazu, sich Gedanken über ihr Essen zu machen. Alternativen zu finden, die nicht nur satt machen, sondern auch schmecken. Wenn man fastet, sollte man schlechte Laune vermeiden, wissen wir doch alle, dass es keinen guten Eindruck auf seine Mitmenschen macht, wenn man verkniffen auf die Regeln bedacht ist und damit den Genuss vergisst. Ihr erinnert euch sicher noch an den armen Bürgermeister aus dem Film „Chocolat“, der schlussendlich einem Schoko-Rausch verfiel und sich so selbst vorführte, weil er nur das „ohne“ im Blick hatte.

Damit ihr an Matrosins Glück teilhaben könnt, schenkt sie euch ein selbst kreiertes Rezept:

Für 1 Portion:

2-3 Hände Feldsalat, gewaschen und verlesen

1 Bio-Blutorange (wir brauchen etwas Schale für die Mayonnaise)

etwas Räuchertofu

Eine Hand voll Kürbiskerne, am besten in der Pfanne geröstet

Saft einer halben Zitrone

Olivenöl

1-2 EL Tahin (Sesampaste)

Den Feldsalat auf einem großen Teller anrichten. Die Blutorange heiss abwaschen und nach Geschmack etwas Schale abraspeln. Dann die Blutorange abpellen und mit einem scharfen Messer in kleine Würfel schneiden. Auf dem Salat verteilen. Inzwischen den gewürfelten Tofu 3- 4 Min auf mittlerer Flamme anbraten. Für das Dressing nimmst du 1-2 EL Olivenöl, 1-2 EL Tahin, den Saft einer halben Zitrone, die abgeriebene Blutorangenschale. Etwas Pfeffer und Salz. Alle Zutaten gut miteinander verrühren, so lange bis eine schöne Creme entsteht. Mit dem Tofu auf dem Salat anrichten.

Guten Appetit!