Category: Reise



Im Rückblick auf den Blog 2012 stellen Matrosin und der Clown fest: Es war ein Jahr des Probierens, des Suchens, des sich Kennenlernens. Ein Anfang.

aufkonfrontationskursmitdemschicksal forcierte 2012 die Suche und die Reise nach Achtsamkeit. Ein Probieren und Nachdenken. Ein Fragen und Überlegen.

Schön und gut.

2013 wird anders, weil sich alles stets verwandelt.

Das letzte Jahr hat Fragen, die uns von nun an begleiten wollen, aufgeworfen:

Der Clown: Was bedeutet Konsum für uns?

Ersetzt er z.B.: die Liebe, die Moral oder die Freiheit?

Matrosin: Ersetzt Konsum das soziale Gefüge?

Der Clown: Ist Nein jetzt das neue Ja?

Matrosin: Bedeutet Konsumverzicht die Erschaffung von Frei- und Freuräumen?

Der Clown: Ersetzt Konsum unseren Glauben?

Matrosin: An was glauben wir denn noch?

Der Clown: Verliert sich meine Achtsamkeit, wenn ich ständig auf Neues gestoßen werde?

Matrosin: Ist das alles aus Plastik?

Der Clown: Sei es durch Werbung oder andere Medien?

Matrosin: Verschleiert ein zu viel immer ein zu wenig?

Der Clown: Wer konsumiert hier wen?

Matrosin: Brauch ich das jetzt wirklich?

Der Clown: Nimmt einem Achtlosigkeit die Fähigkeit Glück zu empfinden?

Matrosin: Was wird nur aus all dem Plastik?

Der Clown: Brauch ich das jetzt wirklich?

Matrosin: Was werfe ich heute von dir weg Welt?

Der Clown: Warum fastest du  nicht?

Matrosin: Fasten? Ich?

Der Clown: Vom 13.Feb bis 31. März ist Fastenzeit.

Matrosin: Warum ich?

Der Clown: Kannst du eine Fastenzeit lang ohne Fleisch, Fisch, Honig, Butter, Milch und Käse sein?

Matrosin: Klar kann ich.

Der Blog widmet sich 2013 dem Thema Konsumverzicht.


Matrosin! Traf ich einen Fährmann in rotem Gewand.

Gebeugt von der Arbeit am Stocke.

Abwärts gerichtet sein Blick, konzentriert, voller Falten.

Sein Weg geradeaus bot ihm kein Ziel.

Seine Heimat war los.

Weiter nur! Weiter:

Arbeitete er sich ab! Vorbei an Fassaden.

Blind sein: für ihr Ertrinken.

Die Farben einer verlebten Idee zerbröckeln.

Stunde um Stunde in Bewegung bleiben.

Nicht mitreißen lassen.

Nicht kentern in all dem Morast vergangener Schichten einer Obrigkeit.

„Weiterfahren?“: seine Worte waren leer, als er zu mir sprach.

Er setzte mich drüben ab

und ging seinem Tagewerk nach.


Bild

 

Matrosin! Habe entdeckt: Die Welt ist bunt, nicht grau. Meine MFG nach I war chaotisch. Eine Fahrerin weigerte sich mich mitzunehmen. Sehe ich so schlimm aus? Melde mich bald. Gruß,  Clown


Morgens fällt er genauso schwer aus dem Bett. (Wie wir.)

Er schlürft seinen Kaffee, den er nicht Fair Trade gekauft hat.

Weil Ende des Monats- kein Geld.

Missmutig. Dieser Clown.

Erdrückt vom Geschehen der Zeit.

Der Gier- der Habsucht- dem Eifer.

Elende Wetten.

Die Raserei hier vor Ort.

Er selbst wollte weltbesster Clown sein.

Doch sein Blick in den Spiegel erschrickt.

Wohin er auch blickt, sieht er sein Versagen.

Morgentoilette!

Alltägliches Schminken- sein weißes Gesicht- ein Versuch.

Schwarze Augen. Roter Mund.

Heute die Clownsnase?

Er weiß es nicht.

Was tun, wenn der Clown verzagt und nicht mehr weiter mag?

Er muss los. Weg. Hinfort.

Sein Fluchtplan:

Er setzt sich die rote Nase auf.

Sucht nach ner MFG Richtung I.

Wirft sich noch einen zweifelnden Blick entgegen,

knipst das Spiegellicht aus

und schließt die Tür.

(Wir auf der Straße schauen ihm nach.)

Von hinten sieht er leichter aus.

(Wir bleiben leise zurück.)