Category: Yin Yang



Feministische Frauen beklagen dieserorts seit langem das alltägliche Elend des Weiblichen im Patriarchat. Die Frau ist dem Mann in dieser Gesellschaft zwar gleichgestellt, doch passt sie sich dem Männlichen an. Wozu? fragt sich die Matrosin. Wir Frauen sind Teil einer männlich dominierten Kultur. Immer noch. Männer wie Frauen verleugnen ihre weiblichen Anteile, um sich an dem System des Patriarchats beteiligen zu können. Um mitzuhalten.

Warum macht uns das Weibliche so viel Angst? Das männliche wie das weibliche Prinzip greifen ineinander. Wer das erkannt hat und alle Anteile in sich wahrnimmt, annimmt und integriert, der kann sich ganz mit sich fühlen. Ist ausgeglichen. In Balance. Yin Yang. Eins mit sich.

Hast du einen starken inneren Mann, kann sich deine innere Frau entfalten, weil sie sich beschützt weiss. Sie kann sich dir öffnen, sich dir zeigen.

Ehre das Männliche. Ehre das Weibliche. In dir. In deinem Gegenüber. Verbinde dich mit deiner inneren Frau und deinem inneren Mann. Frage dich, was ist in mir ausgeprägt vorhanden? Was fehlt mir? Was möchte ich nähren?

In welcher Form zeigen sich meine weiblichen Anteile? Wie stehe ich zu ihnen? Mag ich meine weibliche Seite? Oder werte ich sie ab? Wird meine Weiblichkeit im Außen anerkannt, respektiert und gewertschätzt? Welche Eigenschaften bewertet unsere Gesellschaft als weiblich? Finden sie Beachtung? Wie wird Weiblichkeit in unserer westlichen Welt dargestellt? Messe ich meinen männlichen Anteilen mehr Gewicht bei? Manchmal hilft ein Blick in ferne Welten, um seiner eigenen ins Gesicht zu blicken. Der Clown hat folgenden Mann getroffen, der ihm etwas weises über das Weibliche in der indischen Gesellschaft und ihren voranschreitenden Wandlungsprozess erzählte:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=sgmUYdnFro0

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Verlustangst ist ein weites Thema. Viele leiden an ihr. So auch die Matrosin, weshalb sie sich in den Blog zurückgezogen hat, wie wir ja wissen, damit sie hier in der Abgeschiedenheit heilen kann, was ihr einst verloren gegangen ist.

Immer dachte sie, es sei die Angst jemanden zu verlieren, wenn sie diesem ihr Herz schenkt. Und sie glaubte und fühlte es viele Jahre lang. Sie, die keine leichte Trophäe war, wurde immer wieder verlassen. Was ihr großen Schrecken bereitete.

Doch je mehr sie sich traute hinzusehen und je öfter verlorene Lieben ihr Schicksal offenbarten, indem Männer, die sich um ihre Zuneigung bewarben, keinen Hehl daraus machten, wie sie den Handel abwickeln wollten:

„Na, du wirst jetzt einfach in mein Leben integriert.“

Desto klarer wurde ihr, dass ihr das Verlassen-Werden ein geringerer Schrecken ist als die Möglichkeit sich neben ihrer Liebe in Luft aufzulösen.

Sich selbst zu verlieren, um sich dann als integriertes Wesen neben ihrem Partner wiederzufinden ist absolut nichts für die Matrosin.

Sie ist auf dem Weg zu sich selbst und freut sich über einen respektvollen Begleiter, der sie unterstützt und anerkennt, dass sie eigentlich nur sich selbst braucht und den achtsamen Austausch zwischen Mann und Frau.

Doch der hat sie noch nicht gefunden.